Mit Happy End ins neue Leben

Wir freuen uns immer und immer wieder, wenn wir Post von unseren ehemaligen Schützlingen aus ihrem neuen Zuhause bekommen. Weil auch viele von Ihnen ihr Herz an einzelne Tiere gehängt haben, wollen wir auch Sie daran teilhaben lassen, wie es unseren Ehemaligen geht. Haben Sie auch ein Happy End aus dem Tierheim Heinsberg zu erzählen, weil Sie ein Tier adoptiert haben? Dann senden Sie uns Ihre Geschichte über unser Formular zu, damit auch Ihr tierisches Happy End einen Platz erhält. Wir freuen uns darauf!
1 Mai 2019

Als ich ins Tierheim kam, war ich in großer Not. Ich war auf der dringenden Suche nach einem kastrierten Böckchen. Einem neuen Gefährten für Lea, unser Problem–Kaninchen. Problem, da ihr langjähriger Gefährte Luca gestorben war und sie nun schon viel zu lange, fast vier Monate, alleine lebte. Alleine deshalb, da sie sich mit den Damen aus der Haupt-Kaninchengruppe leider so gar nicht mehr verstand, sie mussten voneinander getrennt werden. Es gab zu diesem Zeitpunkt meiner Suche im Tierheim nur EINEN kastrierten Bock, nur ein „bisschen“ größer als ein normales Kaninchen. Ein Deutscher Riese. Große Kaninchen haben es nicht immer leicht bei der Suche nach einem neuen Zuhause, das wusste ich. Sie brauchen mehr Platz, sie fressen mehr und sie produzieren natürlich auch mehr Mist. Das war mir aber alles egal, ich hatte eine Mission: Einen neuen Gefährten für Lea finden, nichts Anderes zählte mehr.

Leo (der im Tierheim noch Hulk hieß) und Lea führten wir in einem leer stehenden Kellerraum zusammen. Zugegebenermaßen war Lea, als sie Leo das erste Mal erblickte, etwas geschockt. Wie von Sinnen rannte sie von links nach rechts, sprang über ihn und gegen ihn, und versteckte sich dann immer wieder ganz schnell in einer Ecke. Leo wiederum schaute etwas irritiert zu dem weißen hektischen Mini-Kaninchen, aber widmete sich dann doch besser wiederholt seinem Futternapf. Von Aggressionen keine Spur, alles klappte sehr gut, sie wurden schnell ein Herz und eine Seele. Nach einiger Zeit beschlossen wir noch einen Schritt weiter zu gehen: wir wagten es, die Trennungstür des Geheges zu öffnen. Und, was soll ich sagen, es klappte wieder. Während alle Kaninchen aufgeregt umeinander herumsprangen und rannten, blieb Leo cool und entspannt. Sobald die Mädchen sich seiner Lea näherten, ging er dazwischen und sorgte für Ordnung. Immer wieder, ohne Hast, beruhigte Leo die einzelnen Gruppenmitglieder, natürlich allen voran seine Lea.

Leo und Lea sind heute nach wie vor ein unzertrennliches Pärchen. Egal wo Lea drauf klettert, wo sie sich einbuddelt und wo sie sich zum Schlafen hinlegt, Leo folgt ihr auf Schritt und Tritt, macht ihr alles nach und passt gleichzeitig auf sie auf. Mit Hingabe pflegt Lea das Fell ihres großen Freundes. Aber Leo kümmert sich auch um alle anderen und schlichtet jede Rangelei. Heute haben wir eine Kaninchengruppe mit fünf glücklichen Kaninchen. Dank Leo. Einem Chef zum Verlieben.

Viele Grüße von den Kaninchen und Familie Weyers